Thormaehlens bildnerisches Schaffen ist kunstgeschichtlich bislang kaum gewürdigt, ein Werkverzeichnis fehlt. Doch ist die bisweilen konstatierte Nähe zur NS-Ästhetik mindestens zu relativieren. […] Thormaehlens umfängliches poetisches Schaffen ist bislang nur zu einem kleinen Teil veröffentlicht, geschweige denn ästhetisch gewürdigt. [….] Unter den vielen uneditierten Manuskripten Thormaehlens findet sich das Manuskript Die Scheltworte Stefan Georges; es verzeichnet und erläutert Stefan Georges pejorativen Sprachgebrauch von Ästhet über Philister bis Jude und könnte eine ideologie- wie sprachkritische Analyse Stefan Georges und seines Kreises fundieren. [1]
[1] Aurnhammer, Achim u. a. (Hrsg.): Stefan George und sein Kreis. Ein Handbuch. 2. Auflage. Band 3. Berlin: De Gruyter 2016, S. 1712.